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Muss man da so komisch singen?

Oder: Was Yoga mit Mantrasingen zu tun hat.


Wer sich in der Yogawelt herumtummelt, der trifft früher oder später unweigerlich auf das Thema Mantra. Je nach Tradition und Unterrichtsstil findet Kirtan -also das Singen oder das Wiederholen einzelner Mantren (Japa)- Eingang in die Yogapraxis.

Was ist eigentlich dieses OM?

OM ist zunächst einmal ein Mantra, und zwar das vermutlich bekannteste und einfachste. Mantren sind Silben, Worte oder Sätze auf Sanskrit, der alten indischen Sprache.

Man kann sich ein Mantra wie eine mystische Energie vorstellen, die in einer Klangstruktur eingeschlossen ist. Oder anders:

„Als eine göttliche Kraft, die sich in einem Klangkörper manifestiert hat.“

Durch das Wiederholen eines Mantras, gesungen oder gesprochen, entsteht eine Schwingung. Diese manifestiert sich im Geist und ist manchmal sogar körperlich zu spüren.


Mantren sind Energien, die schon immer im Universum existiert haben. Niemand hat sie “erfunden“. Der Geschichte nach, haben Rishis (selbstverwirklichte Weise), die Mantren vom Universum in tiefer Meditation empfangen und fortan weitergegeben.

Es gibt unterschiedliche Arten von Mantren: Solche zur Meditation, für Lebensfreude, für das Überbewusste, um bestimmte Eigenschaften zu gewinnen und vieles mehr.

Häufig steht hinter jedem Mantra eine indische Gottheit, die ausgestattet mit speziellen Insignien bestimmte Eigenschaften oder Themen verkörpert.


Zurück zu OM...

OM wird eigentlich A-U-M ausgesprochen und steht für die hinduistische Trinität: Die Schöpfung, das Bewahren und die Zerstörung bzw. die Transformation. OM wird auch als Urschwingung bezeichnet, die allen Lebewesen gemein ist, die alles zum Schwingen bringt und alles miteinander vereint.

In der Yoga Vidya-Tradition ist OM ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts: Die Kurseinheit beginnt mit einem dreimaligen OM und endet mit einem dreimaligen OM.




Was hat das Mantrasingen mit Yoga zu tun?

„Muss man da auch so komisch Singen?“, ist eine häufige Frage, wenn es zu Yoga und Mantra kommt. Und genau dieser Satz teilt die Yogis in zwei Lager: Für manche ist das Singen von Sanskritworten (also einer Sprache, die kein Mensch hier wirklich versteht) spiritueller Esoterikquatsch, während andere tatsächlich ihr Herz ans Mantrasingen hängen und die Energien der einzelnen Silben als Ganzes bewusst erfahren können. Häufig wird zwischen den Lagern gewechselt, meist aber nur in die eine Richtung:

„Ich bin von ganz viel Skepsis zu ganz viel Liebe und Hingabe gegenüber Mantren gewandert. "

Mantren sind aber nicht einfach nur schön. Eingebaut in den Unterricht erfüllen sie auch ganz spezielle Zwecke. Zum einen helfen sie mit ihren Schwingungen, den Raum zu reinigen, die richtige Atmosphäre zu schaffen und die Yogis auf die Yogastunde einzustimmen. Zum anderen entsteht durch das gemeinsame Singen ein Gefühl von Verbundenheit und Zusammengehörigkeit. Und darüber hinaus wirken Mantren entspannend und energetisierend, lösen Emotionen wie Ärger, Hass und Wut auf, und kultivieren Eigenschaften wie Liebe, Freude, Mitgefühl. Und sie machen glücklich. 😊


Lieblingsmukke

Eine Auswahl meiner aktuellen Lieblingsmantren findet ihr auf Spotify in der kamagotti Playlist. Darunter auch dieses hier, das sich perfekt für den Sonnengruß eignet und ganz nebenbei viel gute Laune macht:


Du magst Mantren und machst dazu gerne Yoga?

Unter Events & Veranstaltungen findest du auf www.kamagotti.de alle anstehenden Mantrayogastunden mit kamamantrayoga. Wir freuen uns auf dich!


Alles Liebe

Dein Team von kamagotti

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